Sieg beim Silvretta 3000 Trailrun in Ischgl!

Unglaublich, aber ich konnte den Silvretta 3000 Trailrun in Ischgl gewinnen! Das war nun bereits der zweite Erfolg bei einem größeren Trailrun dieses Jahr.

Das waren die Fakten:
29,9 KM | 1.482 m Gesamtanstieg | 1.255 m Gesamtabstieg
Überquerung des Ritzenjoch (2.686 m)
Trail: 21,70 % | Forststraße: 58,80 % | Asphalt: 19,50 %

Zum Rennen: nach meinem Sieg beim Stelvio Classic war das Ziel recht hoch gesteckt, ich wollte unbedingt wieder auf das Podium! Da sich mit Daniel Noll ein Spitzenläufer angekündigt hatte wusste ich aber, dass dieses Vorhaben nicht einfach werden würde. Die anderen Konkurrenten kannte ich nicht, so konnte es auch hier sicher noch Überraschungen geben… Meine Taktik war möglichst wenig Zeit auf Daniel bis zum Ritzenjoch zu verlieren um dann im anschließenden technischen Downhill wieder aufschließen zu können.

Siegerehrung Silvrettarun 3000

Siegerehrung Silvrettarun 3000

Das Wetter war am Renntag auch nicht einfach, im oberen Bereich der Strecke hatte es sogar geschneit und es war sehr kühl aber zum Glück trocken. Kurz nach dem Start, der zusammen mit den Marathonläufern erfolgte, bildete sich eine Führungsgruppe der ich auch bis ca. KM3 angehörte. Leider war hier die Stecke nicht gut ausgeschildert und der Fahrer des Führungsmotorrads trug auch noch zur allgemeinen Verwirrung bei: ich lief oben über eine Brücke, auf der Originalstrecke, die anderen aber gleich unten durch den Bach, so dass ich mir bei dieser Aktion gleich 300m auf die Spitze Rückstand einhandelte.

Wenigstens hatten die Konkurrenten nach dieser Aktion nasse Füße 😉 Ich lief darauf mein Tempo, auf dem langgezogenen Anstieg Richtung Heidelberger Hütte, zusammen mit dem späteren Sieger der Marathonstrecke. Meine festgelegte Taktik ging auf, Daniel war immer in Sichtweite und am Ritzenjoch hatte ich knapp 2:40min Rückstand.

Nun folgte der sehr technische Teil mit 2,5km länge, ein Downhill durch Geröllfelder, über Bäche und ein Schneefeld. Auf diesem Trail galt es bei durchschnittlich -23% und 560 Höhenmeter zu vernichten. Ich konnte schon bereits nach ca. 1km auf Daniel aufschließen und in Führung gehen. Auf meiner Verfolgung war noch Gergely Papp, ein Ungar, der bereits beim Aufstieg auf das Ritzenjoch fast zu mir aufgeschlossen hätte.

Als ich mich kurz vor dem Ziel umdrehte war er  in Sichtweite, er hatte sich aber mit diesem Zwischenspurt wohl so verausgabt dass er nicht näher kam und ich ungefährdet nach 2:35h den Lauf gewinnen konnte.